"Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen" (Mahatma Ghandi)
Eine kleine Geschichte aus der menschlichen Frühzeit:
Einer unserer steinzeitlichen männlichen Urahnen hat Beute erlegt und bevor er zurück zu seinem Lager geht, setzt er sich und verspeist einen großes Stück Fleisch. Die Jagd war anstrengend, sein Hunger groß.
Gesättigt und müde ruht er einen Moment.
Doch plötzlich: Ein Knacken im Gebüsch. Das alamiert ihn aufs höchste! Ein Tier? Feindliche Menschen? Sein gesamter Körper reagiert spontan: Alarm! Herzschlag und Blutdruck schnellen im Blitzstart hoch, Konzentration und Aufmerksamkeit werden geschärft, die Durchblutung gesteigert, alle Muskeln sind angespannt.
Er springt auf. (...)
Diese Alarmreaktion des Körpers nennen wir Stress. Sie aktiviert den Körper in kürzester Zeit, bringt ihn auf Hochtouren. Unser Urahn ist nun bereit, sein Leben zu verteidigen: durch Angriff oder Flucht.
Unser Körper ist nach wie vor mit eben diesen Reaktionsmustern ausgestattet.
In den Jahrtausenden der Menschheitsentwicklung hat sich unser Gehirn unglaublich fortentwickelt; die Abläufe unseres Organismusses, die nicht bewusst gesteuert werden, wie z.B. die Reaktion auf "Gefahr", sind aber nach wie vor auf Steinzeitniveau.
Diese Grundprogrammierung unseres Körpers scheint also so lebensnotwendig zu sein, dass sie auch nach vielen 1000 Jahren Evolution und Weiterentwicklung nicht gelöscht wurde.
Also wird es Zeit zu lernen, vernünftig mit dieser Programmierung zu arbeiten.
Der moderne Mensch hat nicht mehr unbedingt mit den Gefahren zu tun, die einen Frühmenschen sorgten.
Wir haben heute Stressauslöser (Stressoren) wie
- Zeit- und Termindruck
- Verantwortung
- hohe körperliche und geistige Anforderungen
- Leistungsdruck und Fremdbestimmtheit
- Informationsflut
- Krankheit
- Verlust
- u.Ä.
Ob wir diesen Stress als positiv (Eustress) oder negativ (Distress) erfahren, ist ganz individuell. denn Stress als solches, kann -wie wir bei unserem Urahn sehen- wichtig und positiv sein.
Doch wann wird der "Eu" zum "Dis"? Wann empfinden wir Stress als belastend? Und wie geht man damit um?
Was können Sie tun?
Wir trainieren Stressvermeidungs- und bewältigungsstrategien wie z.B.

Entspannungstechniken
- Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
- Atementspannung
- Körperwahrnehmung als Voraussetzung der eigenen Spannungsregulation

Training der eigenen körperlichen Belastbarkeit
- Ausdauertraining
- Balancetraining
- Ausgleich und Vorbeugung von Muskelverspannungen

Ernährungstraining
- unterstützende Nahrungsmittel
- angepasste Essgewohnheiten
- Nahrungsergänzungen
